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Deterding, Klaus: Eine Handvoll Erde
Organisch-ganzheitliches Denken in Wissenschaft, Dichtung und Philosophie seit 1777
ISBN 3-89693-146-6 (04/2000)
212 Seiten, 3 Abb., Ebr., EUR 22,50

Der Autor dieses Buches versucht eine Synthese, wie sie bisher in der deutschen Literaturwissenschaft noch nicht geleistet worden ist: eine Zusammenschau von Literatur und Ökologie in einer “horizontalen” Sicht. Die Dichtung der letzten drei Jahrhunderte, von der Gegenwart bis zu Goethe zurück, wird in ausgewählten Beispielen auf ihren “ökologischen” Gehalt befragt: auf ein dynamisches, ganzheitlich-organisches Denken und Empfinden, für das heute der allgemeine Begriff “systemisch” gilt. Es ergeben sich strukturelle Gemeinsamkeiten zwischen Ökologie und Literatur, die in Erstaunen setzen.
Im selben Vollzug werden, von anderen Abschnitten des gemeinten Horizontes her, auch Philosophie und Naturwissenschaft auf den gleichen Gehalt hin befragt. Der Autor stellt eine Überlappung, ja in Teilen eine Identität der Weltsicht zwischen Dichtern, Philosophen und (modernen) Naturwissenschaftlern fest, die frappierend ist – und die uns sowie die kommenden Generationen in die Pflicht nimmt, daran weiterzuarbeiten und so den Ausweg aus der Krise doch noch zu finden.

Inhalt

Teil A
Naturwissenschaft, Dichtung und Philosophie oder Die Fluktuation der Erkenntnis
Kapitel I
Ein Planet wird geplündert – eine Spezies verweigert ihre Verantwortung
       1.     Die grünen Hügel Thüringens
       2.     Die Ideologie von der Omnipotenz des Menschen
Kapitel II
Paul Valéry – ein Vordenker von hoher Präzision
       1.     Bios
       2.     Dädalos und Ikaros
Kapitel III
Bettina und Gisela von Arnim: ”Das Leben der Hochgräfin Gritta von Rattenzuhausbeiuns”
Kapitel IV
Gottfried Keller
       1.     Isidor Weidelich in “Martin Salander”: ein Marketing-Charakter
       2.     “Romeo und Julia auf dem Dorfe”: Das Wetterleuchten der Seele
Kapitel V
Wilhelm Raabe: ”Pfisters Mühle” – eine erstaunliche Idylle
Kapitel VI
Ludwig Ganghofer
I ”Waldrausch”: Rhythmus des Lebens
       1.     Der Waldrauscher: Kobold und Philosoph
       2.     Zwischen Kunst und Kolportage
       2.1.  Mißratenes
       2.2.  Grandiose Charakterstudien: Witwe Gschwendtner und Baroneß Zieblingen
       3.     Neues Leben
II Das Schweigen im Walde
       1.Versatzstücke in den Kulissen des Werks
       2.     Herrliche Charaktere
       2.1.  Der kleine süße Mucki
       2.2.  Der Praxmaler-Pepperl
       2.3.  Nackte Füße in der Aschenglut
       3.     Ein Leben in Natur und Kunst
       3.1.  Harfenbaum und Oase
       3.2.  Die Existenzweise des Seins
       3.3.  Der Heiland am Bergsee
       3.4.  Das Ewigkeits-Wort
III ”Der Klosterjäger”: Diamanten im Gestein
       1.     Das dunkle Gestein
       2.     Diamanten im einförmigen Muster
Kapitel VII
Es ist alles Eins – die Bestätigung der poetischen Vision durch die moderne Naturwissenschaft
       1.     Geist und Materie
       2.     Das Paradigma der Neuen Physik
       3.     ”Chaos – die Ordnung des Universums”
Teil B
Sprache und Dichtung oder Das Worten der Welt
Kapitel I
Vom Ursprung der Sprache – Herder und Jacob Grimm
       1.     Johann Gottfried Herder
       2.     Jacob Grimm
Kapitel II
Goethe
       1.     Die “Mütter” im zweiten Teil des “Faust”
       2.     Die moderne Chaos-Forschung: Auf der Suche nach Goethes Urphänomen
       3.     Aphorismen zur Natur
Kapitel III
Ökologische Lyrik der Gegenwart
       1.     Arnold Leifert: Das Sein nicht gefährden
       2.     Margarete Hannsmann: Das Entsetzen des Mondes